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Die App ida unterstützt Frauen mit metastasiertem Brustkrebs dabei, ihre Symptome zu überwachen, und ermöglicht eine bedarfsgerechte Versorgung. Diese Idee würdigten Die Techniker und Handelsblatt mit dem 1. Platz des Health-i Awards 2026.
Das Team hinter ida: Therese Pross, Maria Margarete Karsten, Lea Doppelbauer, Timo Kahle. Foto: Marc-Steffen Unger
Hamburg/Düsseldorf. In Deutschland erkranken jährlich etwa 21.000 Frauen neu an metastasiertem Brustkrebs. Die Therapie geht oft mit langen Wartezeiten auf Termine einher, wodurch Versorgungslücken entstehen können. Hier setzt das Team der ida GmbH an: Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Maria Margarete Karsten und Dr. med. Therese Pross, MBA, entwickeln sie die ida-care-App – eine individuelle digitale Assistentin, die Frauen mit metastasiertem Brustkrebs während ihrer gesamten Behandlung begleitet und unterstützt.
„Betroffene können über die App ihre Symptome erfassen und erhalten evidenzbasierte Empfehlungen, wie sie damit umgehen sollten“, so die Gründerin Karsten. Konkret funktioniert ida so: Betroffene Frauen beantworten in der App wöchentlich Fragen zu ihren Symptomen sowie ihrer allgemeinen und emotionalen Verfassung. Ein Algorithmus wertet die Antworten aus. „Wenn sich ihr Zustand kritisch verschlechtert, erkennt die App dies und informiert sofort das behandelnde Team“, erläutert Maria Margarete Karsten. Auf Basis der regelmäßigen Antworten entsteht zudem ein kontinuierliches Bild vom Zustand der Patientin.
So ermöglicht ida die frühzeitige Versorgung, bevor ein Notfall entsteht. Entwickelt wurde die App von Ärztinnen gemeinsam mit Patientinnen. Eine Studie an mehr als 50 Brustzentren in Deutschland belegt den Nutzen eindrücklich: Die Mortalität sank um 29 Prozent, die stationären Aufenthalte verkürzten sich um zwei Tage, und es kam zu 30 Prozent weniger ungeplanten ärztlichen Kontakten. Die CE-Zertifizierung für ida läuft.
Fotos: Marc-Steffen Unger
Maria Margarete Karsten schätzt die Aufmerksamkeit, die die Auszeichnung mit dem Health-i Award für die ida GmbH mit sich bringt: „Wir wollen dieses Momentum nutzen, um unsere Sichtbarkeit zu erhöhen und zu zeigen, dass das deutsche Gesundheitssystem unsere Idee des digitalen Symptom-Monitorings braucht – und künftig noch viel mehr brauchen wird.“
Das Team hinter ida hat eine Lösung für ein grundsätzliches Problem in der onkologischen Versorgung entwickelt: Betroffene anderer Krebserkrankungen könnten künftig ebenfalls von kontinuierlichem Symptom-Monitoring profitieren. Für diese Leistung hat die Health-i Jury die ida GmbH mit dem 1. Platz bei den diesjährigen Health-i Awards ausgezeichnet.