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Scaling Deep Tech

Wer gewinnt den Spark-Award 2026? Stimmen Sie ab!

Von industrieller KI, Quantentechnologien bis zu neuen Energiesystemen: Die zehn Finalisten des Technologiepreises „The Spark“ zeigen, wie wissenschaftsbasierte Innovationen den Weg in die industrielle Anwendung finden. Lernen Sie die Unternehmen kennen und stimmen Sie für Ihren Favoriten ab.

Eine wissenschaftliche Idee zu entwickeln, ist das eine. Sie zuverlässig, wirtschaftlich und in industriellem Maßstab einzusetzen, das andere. Deep-Tech-Gründungen müssen technologische Durchbrüche in marktfähige Produkte übersetzen, Produktionsprozesse aufbauen und ihre Lösungen unter realen Einsatzbedingungen beweisen.

Seit elf Jahren zeichnen Handelsblatt und McKinsey mit „The Spark“ die besten Technologie-Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Das Fokusthema „Scaling Deep Tech“ richtet den Blick in diesem Jahr auf Unternehmen, die diese entscheidende Schwelle von der Innovation zur skalierbaren Anwendung überwinden.

Unter allen Bewerbungen haben sich zehn vielversprechende junge Unternehmen durchgesetzt. Lernen Sie die Finalisten kennen und stimmen Sie für Ihren Favoriten ab.

Apheris AI: Datennetzwerke für die Arzneimittelforschung

KI-Systeme lernen mithilfe von Daten, doch die sind gerade im Gesundheitswesen sehr sensibel. Apheris AI entwickelt vor diesem Hintergrund die branchenweit größten föderierten Datennetzwerke. Innerhalb dieser Netzwerke trainieren Pharmaunternehmen KI-Modelle für die Arzneimittelforschung auf Basis proprietärer, branchenweiter Datensätze, die ihre jeweilige Datenumgebung niemals verlassen. Während Partner auf der Apheris-Plattform so immer leistungsstärkere Modelle vorantreiben, bleiben sensible Daten und geistiges Eigentum jederzeit geschützt. 

deepset: Digitale Souveränität „Made in Europe“

deepset versetzt Behörden und Unternehmen in die Lage, souveräne KI-Systeme aufzubauen, zu steuern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei behalten deepset-Kunden, darunter etwa die Europäische Kommission oder Bosch, stets die vollständige Kontrolle über das verwendete Modell, die Infrastruktur und die Daten. Mit seinem Open-Source-Framework Haystack treibt deepset ein globales Innovationsökosystem an, das leistungsstarke sowie vertrauenswürdige KI-Anwendungen entwirft und zeigt, wie Europa digital unabhängiger werden kann.

Focused Energy: Kraftwerkspläne für Fusionsenergie

Als führendes Laserfusionsunternehmen verfolgt Focused Energy das Ziel, die Fusionstechnologie von der Forschung in die industrielle Anwendung zu überführen. Bei der Fusion verschmelzen Wasserstoffatomkerne unter hohen Temperaturen zu Helium und setzen dabei enorm viel Energie frei: Ein Gramm Fusionsbrennstoff liefert so viel Energie wie elf Tonnen Kohle. Fusion ist eine klimaneutrale Zukunftstechnologie mit großem Potenzial. Focused Energy plant, bis Mitte der 2030er-Jahre in Biblis das erste Laserfusionskraftwerk zu errichten.

JUA AI: Simulationsmaschine für die Welt

JUA AI entwickelt ein neuartiges KI-Modell, das die physikalischen Gesetze direkt aus Messdaten erlernt. Ziel ist, eine universelle Simulationsmaschine für die physikalische Realität zu schaffen, mit der sich bessere Vorhersagen treffen lassen. Angefangen mit der Atmosphäre, betreibt JUA AI heute bereits ein führendes Wettervorhersagemodell. Die zugrunde liegende Technologie erweitert JUA nun schrittweise auf das gesamte Erdsystem, um künftig etwa die Strömungsdynamik rund um Fahrzeuge und Turbinen oder Waldbrände sowie Überschwemmungen zu simulieren. 

LIDROTEC: Wafer Dicing nahezu ohne Materialverlust

LIDROTEC entwickelt und vertreibt Lasersysteme für das sogenannte Wafer Dicing in der Halbleiterindustrie. Beim Schneiden von Mikrochips aus Halbleitermaterial, meist Silizium, fallen bei herkömmlichen Prozessen bis zu 10 Prozent Ausschuss an. Dank eines innovativen Laser-in-Flüssigkeit-Verfahrens reduzieren Nutzer der LIDROTEC-Anlagen diesen Materialverlust auf nahezu null Prozent. Das spart Kosten, erhöht die Produktivität und hat außerdem das Potenzial, die europäische Halbleiter-Wertschöpfungskette signifikant zu stärken.

Proxima Fusion: Nettoenergie aus Fusion

Proxima Fusion ist Europas führendes Stellarator-Unternehmen und das erste Spin-out des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Das Unternehmen entwickelt Fusionskraftwerke auf Basis von QI-HTS-Stellaratoren und baut auf den wissenschaftlichen Durchbrüchen des Wendelstein-7-X-Programms auf. Mit Alpha entwickelt Proxima Fusion, unterstützt von mehr als 50 Industriepartnern, einen Demonstrator für Nettoenergie aus Fusion und verfolgt das Ziel, in den 2030er-Jahren das weltweit erste kommerzielle Stellarator-Fusionskraftwerk zu realisieren.

Q.ANT: Photonic Computing für effiziente KI

Q.ANT läutet eine neue Ära des energieeffizienten Computings ein: Die photonischen Prozessoren des Unternehmens nutzen Licht statt Strom für rechenintensive Operationen im Bereich KI und High-Performance-Computing. So lassen sich komplexe Berechnungen mit deutlich geringerem Energieverbrauch ausführen. Damit schafft Q.ANT die Grundlage für eine nachhaltigere KI-Infrastruktur und hilft dabei, den steigenden Rechenbedarf zu bewältigen, ohne den Energieverbrauch von Rechenzentren im gleichen Maß wachsen zu lassen.

Qdrant Solutions: Open-Source-Suchmaschine für KI-Agenten

Qdrant erstellt das „Gedächtnis“, das KI-Systemen ermöglicht, sofort die richtige Antwort zu finden – selbst unter Milliarden von Optionen. Jede Produktbeschreibung und jedes Foto oder Dokument kann in eine Art digitalen Fingerabdruck verwandelt werden. Die Qdrant-Engine speichert und vergleicht Millionen dieser Fingerabdrücke pro Sekunde, sodass Chatbots, Suchmaschinen und Empfehlungstools das richtige Ergebnis liefern und nicht nur eine nahe Vermutung. Nach dem Open-Source-Modell nutzen weltweit bereits Hunderttausende Entwickler die Kern-Engine von Qdrant. 

Sphere Energy: KI-Booster für die industrielle Produktentwicklung

Neue physische Produkte werden künftig mithilfe von KI simuliert und entwickelt, fast so schnell wie Software. Sphere Energy setzt darauf und baut unternehmensspezifische KI-Anwendungen für die Industrie, die mit den Daten des jeweiligen Kunden innerhalb seiner IT-Infrastruktur trainiert werden. Dazu führt Sphere Energy verteilte Entwicklungsdaten von Prüfständen oder aus Simulationen sowie Felddaten zusammen und macht sie nutzbar. Die KI deckt jeden Schritt der Produktentwicklung ab und kann etwa Batterietests und damit die Markteinführung batteriebetriebener Produkte stark beschleunigen. 

terralayr: Skalierbare Energieflexibilität on demand

Ein elektrifiziertes und von Volatilität geprägtes Energiesystem braucht eine Komponente besonders: Flexibilität. Hier setzt terralayr an. Das Unternehmen ist zum einen der am schnellsten wachsende Betreiber von Großbatteriespeichern in Deutschland. Zum anderen ist terralayr ein Technologieanbieter, der mit seiner Plattform LAYR Energieflexibilität handel- und skalierbar macht. So schafft terralayr eine Flexibilitäts-Cloud für erneuerbare Energien, die zur Sicherung der Netzstabilität sowie zum Ausgleich von Strompreisen beiträgt.

 

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