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Datenbasierte Geschäftsmodelle

Wachstum im Mittelstand:

Wie datenbasierte Geschäftsmodelle zum Erfolg führen

Copyright: Matt Stark photography

Der TUM Campus Heilbronn unterstützt mit Forschung, Tools und Formaten wie „Rethink Mittelstand“ Unternehmen dabei, datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln und unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

Der deutsche Mittelstand steht an einem Kipppunkt: Märkte fragmentieren, datenbasierte Geschäftsmodelle gewinnen an Bedeutung und Risiken steigen. Prognosen verlieren an Stabilität, Planungszyklen verkürzen sich. Entscheidend ist nicht mehr, ob Unternehmen sich verändern, sondern wie tragfähig ihre Weichenstellungen sind. Am Campus Heilbronn der Technischen Universität München (TUM) wurde ein Ansatz entwickelt, der Management und Datenkompetenz verbindet und zeigt, wie Unternehmen auch unter unsicheren Bedingungen handlungsfähig bleiben.

„Innovation meets Mittelstand“

Am TUM Campus Heilbronn wird genau daran gearbeitet. Nicht im abgeschotteten Elfenbeinturm, sondern entlang echter unternehmerischer Herausforderungen: Wie lassen sich Entscheidungen so strukturieren, dass sie trotzdem Sicherheit bieten?

Unter dem Leitmotiv „Innovation meets Mittelstand“ verbinden sich zwei Perspektiven: Managementforschung trifft auf Technologiekompetenz. Im Zentrum steht nicht die Menge an Daten, sondern wie sie im unternehmerischen Alltag eingesetzt werden. Daten liefern Evidenz, Führung leitet daraus Prioritäten ab und balanciert Zielkonflikte aus.

Erst in diesem Zusammenspiel entsteht belastbare Handlungsfähigkeit. Hier setzt die Forschung an.

Die unterschätzte Macht der Eigentümer

Prof. Dr. Miriam Bird, Lehrstuhl für Entrepreneurship and Family Enterprise | Copyright: Fotoatelier M, Terzo Algeri

Ein zentraler Hebel für nachhaltiges Handeln liegt an der Spitze der Unternehmen. Eigentümerinnen und Eigentümer verantworten Investitionen, Personal und die strategische Richtung. Ihre Urteile prägen den Kurs oft stärker als Marktbewegungen. Doch wie gut sind diese Urteile?

Eine Langzeitstudie am TUM Campus Heilbronn mit mehr als 2.500 inhabergeführten Unternehmen zeigt, worauf es ankommt. Erfolgreiche Unternehmen beherrschen zwei Dinge besonders gut: Sie bringen Aufgaben, Menschen und Ressourcen passgenau zusammen und schaffen Strukturen, die Interessen abwägen sowie Verlässlichkeit sichern. Hier geht es zur Studie.

Gerade in frühen und unsicheren Wachstumsphasen entfalten diese Fähigkeiten ihre Wirkung. In Familienunternehmen wird zugleich sichtbar, dass familiäre Logiken im Konflikt mit professioneller Governance stehen können.

Aus dieser Forschung ist ein Instrument entstanden, das diesen bislang schwer greifbaren Faktor sichtbar macht. Das Ownership Competence Tool ermöglicht es allen Interessierten, ihre unternehmerischen Steuerungs- und Governance-Kompetenzen zu testen. Eine individuelle Auswertung schafft Klarheit über Stärken, Defizite und strukturelle Lücken.

Vom Bauchgefühl zu datenbasierten Geschäftsmodellen

Ein zweites Thema rückt die Geschäftsmodelle selbst in den Fokus. Viele Mittelständler stehen vor der Entscheidung, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und durch datenbasierte Geschäftsmodelle sowie Services oder Abo-Modelle zu ergänzen. Die technische Machbarkeit ist selten das Problem, die wirtschaftliche Tragfähigkeit dagegen umso mehr.

Das SCALA-Team in Heilbronn und Aachen entwickelte ein Online-Tool, das solche Fragen in konkrete Szenarien übersetzt. Es zeigt, wie sich Erlöse von potenziellen Kunden entwickeln, wie viel Kapital gebunden wird und welche Risiken entstehen. Annahmen werden überprüfbar, Alternativen lassen sich direkt vergleichen.

So entsteht ein deutlich höheres Maß an Orientierung. Nicht, weil Unsicherheit verschwindet, sondern weil sie strukturiert wird.

Gerade in volatilen Märkten wird dieses Wissen zum Wettbewerbsvorteil. Technologie hilft, Komplexität zu ordnen und belastbare Grundlagen für unternehmerisches Handeln zu schaffen.

Wo Wissenschaft und Praxis zusammenkommen

Doktorand Yannik Gabelmann, Lehrstuhl Finance von Prof. Sebastian Müller, CFA | Copyright: Fotoatelier M, Terzo Algeri

Forschung allein verändert noch keine Unternehmen. Wirkung entsteht erst im Transfer. Daher hat der TUM Campus Heilbronn Formate geschaffen, in denen Wissenschaft und Wirtschaft sich auf Augenhöhe begegnen und austauschen.

Mit Vernetzungsformaten wie dem jährlich stattfindenden Veranstaltungstag „Rethink Mittelstand / TUM Talk“ gibt es eine Plattform, auf der genau diese Fragen diskutiert werden: Wie verändern sich Entscheidungsprozesse unter Unsicherheit? Welche Rolle spielen Daten, Modelle und Governance? Und wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse konkret in unternehmerisches Handeln übersetzen?

Der Veranstaltungstag bietet ganz bewusst Möglichkeiten zum Dialog. Unternehmerinnen und Unternehmer treffen auf Forschende, diskutieren reale Herausforderungen und entwickeln in Deep-Dive-Sessions gemeinsam Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen keine fertigen Antworten, sondern die Qualität der Fragen und die Struktur der Entscheidungsprozesse.

So entsteht ein Arbeitsraum für Führungskräfte, in dem Theorie und Praxis ineinandergreifen und neue Formen unternehmerischer Steuerung erprobt werden.

 

Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Der TUM Campus Heilbronn ist keine reine Forschungsinstitution, sondern richtet den Blick ebenso auf die Anwendung in Unternehmen. Ziel ist es, Entscheidungskompetenz systematisch aufzubauen, ohne Verantwortung zu delegieren.

Die Region Heilbronn-Franken bietet dafür ideale Voraussetzungen, denn sie zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands, geprägt von Familienunternehmen und Weltmarktführern. Hier trifft wissenschaftliche Exzellenz auf unternehmerische Praxis.

In gemeinsamen Projekten, Kooperationen und Weiterbildungsangeboten bleiben Erkenntnisse nicht abstrakt, sondern kommen im Alltag der Unternehmen an. Der Campus ist international vernetzt, unter anderem mit Universitäten in Paris, Oxford, Stanford, Singapur und Jerusalem. Diese Verbindungen helfen, globale Entwicklungen früh einzuordnen und für den regionalen Kontext nutzbar zu machen.

Wachstum lässt sich nicht erzwingen. Aber es lässt sich vorbereiten, insbesondere durch datenbasierte Geschäftsmodelle, klare Prioritäten und fundierte Entscheidungen.

Hintergrund

Seit dem Wintersemester 2018/19 ist die Technische Universität München mit einem Lehr- und Forschungsstandort am Bildungscampus Heilbronn vertreten. Unter dem Leitmotiv „Innovation meets Mittelstand“ untersucht der Campus die Erfolgsfaktoren regionaler Hidden Champions und treibt gleichzeitig die digitale Transformation voran. Die Verzahnung von Management und digitalen Technologien prägt Forschung und Lehre gleichermaßen. Unternehmen und Wissenschaft arbeiten in einem gemeinsamen Ökosystem, um konkrete Herausforderungen zu lösen und Talente gezielt auf ihren Einsatz in einer datengetriebenen Wirtschaft vorzubereiten.

 

Impressum:

Die TUM Campus Heilbronn gGmbH
Bildungscampus 2
74076 Heilbronn

T: +49 (0) 7131 264180
@: info.hn@chn.tum.de 
www.chn.tum.de

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