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Health-i Awards 2025: admorai (Platz 3)

Gewebeproben schneller analysieren mit KI

KI statt Chemie: Das Start-up admorai digitalisiert die Färbung von Gewebeproben und beschleunigt den bisher analogen Prozess damit drastisch. Dafür erhielt das Team von der Techniker Krankenkasse und vom Handelsblatt einen Health-i Award (Platz 3).

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Juror Fabian von Trotha (links) von DvH Ventures gratuliert Ali Eissing-Al-Muhakal von admorai. Foto: Marc-Steffen Unger

Hamburg/Düsseldorf. „Pathologische Untersuchungen sind das Rückgrat der klinischen Diagnostik“, sagt Ali Eissing-Al-Mukahal, „aber sie können effizienter und umweltschonender werden.“ Der leitende Ingenieur des Start-ups „admorai – Advanced Morphology Analytics“ sieht in der aktuellen Weise, wie Gewebeproben aufbereitet werden, deutliches Optimierungspotenzial.

„Jährlich werden allein in der DACH-Region hundert Millionen Gewebeproben chemisch eingefärbt“, sagt Eissing-Al-Mukahal. „Das ist ressourcenintensiv und erzeugt giftigen Sondermüll, der Mensch und Umwelt belastet.“ Das Start-up aus Hannover hat dafür eine Lösung entwickelt: Es färbt Proben nach ihrer Digitalisierung schnell und chemiefrei mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ein.

„Selbst bei einer automatischen Färbestraße dauert der Prozess pro Objektträger rund eine Stunde“, sagt Eissing-Al-Mukahal. „Wir benötigen dafür ein bis drei Minuten.“ Das Start-up nutzt für das virtuelle Färben ein neuronales Netz, das nach dem Einscannen einer Probe analysiert, wie die Photonen des Lichts mit dem Gewebe interagieren und darüber die verschiedenen Färbungen mathematisch ableitet. Die Lösung wurde bereits in einer klinischen Studie validiert. Das Besondere dabei: Die Proben werden mit kostengünstigen Hellfeldscannern digitalisiert und bleiben dabei unverändert. Mehrfachanalysen an ein und derselben Zelle werden möglich. Der Informationsgehalt jeder Probe wird somit maximiert und erlaubt insbesondere bei winzigen Gewebestücken aus minimalinvasiven Eingriffen ein probenschonendes Arbeiten. Dadurch können sogar in einigen Fällen zusätzliche diagnostische Eingriffe vermieden werden.

Digitale Pathologie: Wie KI die Patientenversorgung sichern soll

Nach Angaben von admorai hat sich der Bedarf an pathologischen Untersuchungen in den vergangenen zwanzig Jahren vervielfacht, während die Zahl der Patholog:innen abnimmt. „Es bleibt im Prinzip keine Wahl: Disruptive Technologien wie unsere KI sind notwendig, um die flächendeckende Patientenversorgung auch in Zukunft aufrecht zu erhalten“, sagt Eissing-Al-Mukahal. Zudem erlaubten schnellere pathologische Untersuchungen vor allem in der Krebsdiagnose auch einen früheren Therapiebeginn.

Den Mehrwert der Lösung von admorai hat auch die Health-i Jury gesehen und das junge Unternehmen mit einem Health-i Award (3. Platz) für seine Leistung ausgezeichnet. 2025 wurden die Preise bereits zum zehnten Mal vom Handelsblatt und von der Techniker Krankenkasse verliehen. Die gemeinsame Initiative bietet Health-Tech-Innovationen eine Bühne und hilft jungen Unternehmen, wertvolle Kontakt in den Markt der Gesundheitsversorgung zu knüpfen.

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