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„Kultur schlägt Technik“

Warum KI-Transformation mehr als Technologie braucht

Der Deutschlandchef des Technologieunternehmens Kyndryl sagt, dass Technologie nicht die wichtigste Komponente für eine erfolgreiche digitale Wende in Unternehmen ist. Warum tut Kai Grunwitz das? Und warum hat er Recht?

 

Es ist leicht, dieser Tage Druck zu empfinden – vor allem dann, wenn man ein deutsches Unternehmen lenkt. Umsatzdruck, Regulierungsdruck, Kostendruck, Handlungsdruck. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Aber wie gehen Unternehmen am besten damit um? Für Kai Grunwitz, Deutschlandchef des IT-Dienstleisters Kyndryl, steht fest: „Mit Technologie allein lässt sich so viel Druck nicht begegnen. Um nachhaltige Veränderungen anzustoßen, muss der Wandel bereits bei der Kultur im Unternehmen einsetzen.“

Über
Kai Grunwitz ist Präsident von Kyndryl in Deutschland. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung und eine nachweisliche Erfolgsbilanz bei der Gestaltung von Geschäftsstrategien für globale Technologieunternehmen, darunter Oracle und Sun Microsystems.

Grunwitz weiß, wovon er spricht. 2021 entstand Kyndryl aus der Infrastruktursparte von IBM, um markenunabhängige Technologiedienstleistungen zu erbringen. Seitdem verzahnt das Unternehmen seine Kultur erfolgreich mit der neuesten Technologie, um seinen Kunden bestmöglich zur Seite zu stehen. Hierzulande arbeiten mehr als 3.000 Menschen für Kyndryl, weltweit sind es mehr als 80.000.

Und so ist es mehr Koketterie als Realität, wenn Grunwitz vom „großen Start-up Kyndryl“ spricht. Mit Kunden wie der Deutschen Bank, der Allianz oder der Hamburg Commercial Bank unterstützen die Kyndryl-Teams zum Teil seit Jahrzehnten die kritischen IT-Infrastruktur-Bereiche in diesen und anderen großen oder mittelgroßen Unternehmen. Vom Druck, aktuell nicht untätig zu bleiben, werden sie aber auch trotz starker IT-Lösungen nicht verschont. Oftmals geht es dabei um die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI), für die noch nicht jede Organisation bereit zu sein scheint.

Unternehmen setzen falsche Prioritäten

Für den „People Readiness Report 2025“ befragte Kyndryl 1000 Führungs- und Technologiekräfte in 25 Branchen. Dabei kam heraus, dass 94 Prozent der Unternehmen bereits in KI investiert haben. Gleichzeitig sagen 63 Prozent der Führungskräfte, dass ihre Belegschaft nicht bereit sei, die neuen Möglichkeiten erfolgreich zu nutzen.

Für Kai Grunwitz ist das ein Alarmsignal – und wiederum keins: „Technologie entwickelt sich viel schneller als Unternehmen und Arbeitsweisen. Ein gewisses Maß an Überforderung ist absolut verständlich. Alarmierend ist aus meiner Sicht eher, dass Unternehmen in erster Linie Technologie in den Fokus stellen.“

 

 

Die richtige Transformationsreihenfolge wählen

Dabei werde aus seiner Sicht jede KI-Strategie ohne kulturelle „Readiness“ zum Risiko. Die Reihenfolge, die beispielsweise auch der unabhängige Beratungsarm von Kyndryl, Kyndryl Consult, verfolgt, ist deshalb eine andere: 

1. Strategie & Geschäftsmodell

Unternehmen sollten zuerst klären, welche konkreten Business-Ziele sie mit KI verfolgen – etwa Effizienzsteigerung, bessere Kundeninteraktion oder neue Produkte.

2. Mitarbeitende

Mitarbeitende
Es geht darum, die vorhandenen Kompetenzen zu analysieren, Rollen neu zu denken und die Belegschaft gezielt weiterzubilden.

3. Kultur

Die Akzeptanz von KI im Unternehmen hängt stark von der Unternehmenskultur ab. Vertrauen, Transparenz und Beteiligung sind entscheidend.

4. Regulatorik & Sicherheit

Unternehmen müssen regulatorische Anforderungen, zum Beispiel DORA (Digital Operational Resilience Act – EU-Verordnung über die digitale Resilienz im Finanzsektor) oder NIS2 (Network and Information Security Directive 2 – EU-weite Vorgabe zur Verbesserung der Cybersicherheit in der Europäischen Union), sowie Sicherheitsaspekte frühzeitig mitdenken, insbesondere bei sensiblen Daten und kritischen Infrastrukturen.

5. Technologie

Erst am Ende steht die Auswahl der konkreten KI-Plattformen und technischen Lösungen. Grunwitz betont: „Technologie ist wichtig – aber sie kommt zuletzt.“

 

Führungskräften empfiehlt Grunwitz nachdrücklich, Transformationsdruck in all diesen fünf Bereichen als „Möglichkeitsräume“ zu sehen, die über die nötigsten Veränderungen hinausreichen: „Hinterfragen Sie den Status quo ihrer Organisation und entwickeln Sie daraus neue Geschäftsmodelle, Prozesse oder kulturelle Rahmenbedingungen. Somit schaffen Sie nicht nur den Wandel, sondern auch Zukunft.“

Lernen von Vorreiter-Unternehmen

Dass es sich lohnt, in Möglichkeitsräumen zu denken, zeigt eine kleine Gruppe von Unternehmen, die an der Spitze des „People Readiness Report“ von Kyndryl steht. Die sogenannten „Pacesetter“ haben die drei größten Hürden bei der Einführung von KI überwunden und für weitere Gestaltung genutzt. Pacesetter verfügen demnach dreimal häufiger als andere Unternehmen über eine vollständig umgesetzte Strategie für den organisatorischen Wandel im Zuge von KI. Daraus ergibt sich ein fast 30 Prozent höheres Vertrauen der Mitarbeitenden in KI. Ferner erfassen zwei Drittel der Pacesetter gezielt die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden, um sie besser zu fördern.

Proaktivität zahlt sich also aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass Unternehmen mit diesen Aufgaben allein sind. Über Formate wie den „AI Acceleration Hub“ begleitet Kyndryl Unternehmen in Kooperation mit Microsoft von der ersten Idee bis hin zur Umsetzung ihrer KI-Projekte. Und auch für den Technologie-Einsatz steht das US-Unternehmen unverändert zur Verfügung. Gegen den allgemeinen Cloud-Trend setzen Unternehmen in Branchen mit hohen Datenschutzanforderungen oft weiterhin auf eigene Großrechner, sogenannte Mainframes.

Bei der KI-Transformation kommt es auf die Reihenfolge an

KI-Agenten sinnvoll nutzen

Gezielter Support ist Kai Grunwitz bei jedem Vorhaben von Multi-Cloud bis Mainframe sehr wichtig: „Gerade im Mittelstand fehlt es nicht an Kompetenz, sondern oft an Ressourcen, um Transformation und Cybersicherheit gleichzeitig zu stemmen. Wir nehmen unseren Kunden die Betriebsrisiken ab, damit sie sich auf ihr Geschäft und ihre Transformation konzentrieren können.“

Dabei profitieren Firmen zunehmend von KI. Gegenwärtig nutzen schon vier von zehn Führungskräften KI-gestützte Analysen zur besseren Entscheidungsfindung. Im Sommer stellte Kyndryl nun ein „Agentic AI Framework“ vor, mit dem sich agentische KI-Lösungen unternehmensweit einführen und skalieren lassen. KI-Agenten orchestrieren selbstständig verschiedene spezialisierte KI-Systeme, um Marktanalysen oder andere komplexe Aufgaben mit minimalem menschlichem Zutun durchzuführen.

Diese neuen Möglichkeiten schaffen selbst in Situationen mit hohem Handlungsdruck wertvolle Spielräume. Und um die gehe es derzeit bei allen Aktivitäten in Unternehmen, sagt Kai Grunwitz. „Transformation ist kein Selbstzweck, sondern eine Chance. Wer sie heute nicht nutzt, wird vielleicht morgen schon gestaltet – und zwar von anderen.“


 Foto-Credits: Adobe Stock (2), Kyndryl (3)

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