Anzeigensonderveröffentlichung
Sämtliche Inhalte dieser Seite sind ein Angebot des Anzeigenpartners. Für den Inhalt ist der Anzeigenpartner verantwortlich

Eine kleine Geschichte des Bezahlens

Wie haben Menschen früher bezahlt? Seit wann gibt es Bezahlkarten – und wie werden wir in Zukunft zahlen?

EuroKartenSysteme

Von der Muschel zum Smartphone – eine kleine Geschichte des Bezahlens

Immer mehr Verbraucher zücken zum Bezahlen an der Kasse von Supermarkt, Tankstelle & Co. ihr Smartphone. Die Mehrheit der Deutschen zahlt aktuell allerdings mit Karte oder Bargeld, wie die neueste Allensbach-Studie der Initiative Deutsche Zahlungssysteme zeigt. Wie die Bezahlsysteme der Zukunft aussehen, bleibt abzuwarten. Doch wie hat sich das Ganze entwickelt?

Angefangen bei Tauschmitteln, die oft lokal verankert waren, sind es nun Finanzdienstleistungen, die überwiegend digital abgewickelt werden. Ein Blick darauf, welche Zahlungsmittel sich im Laufe der Zeit entwickelt und im wahrsten Sinne des Wortes bewährt haben, offenbart eine spannende Reise in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Bezahlens.

Ein Blick in die Ursprünge: Der Tauschhandel

Bevor es Geld gab, dienten Tauschgegenstände als Wertausgleich für Dienstleistungen und Waren. Dafür kam in frühen Gesellschaftsformen Natural- oder Warengeld zum Einsatz. Je nach Region zählten Kleidung und Schmuck sowie Schneckengehäuse zu den gängigsten Zahlungsmitteln. In China und im weiteren asiatischen Raum fand zum Beispiel die Kaurischnecke, auch als Porzellanschnecke bekannt, weite Verbreitung und war von ca. 1.500 v. u. Z. bis 200 v. u. Z. Leitwährung im alten China. Aber auch besonders schöne Muscheln, Edelmetalle oder Perlen waren sehr begehrt und dienten als hochwertiger Tauscheinsatz. Darüber hinaus wurde mit Salz, Waffen oder Tierhäuten Handel getrieben und Kaufschuld beglichen.

Die erste große Transformation: Die Entstehung von Münzgeld

Nachdem über viele Jahrtausende Naturalien und Waren ausgetauscht wurden, begann einer der größten Umbrüche in der Wirtschaftsgeschichte, nämlich die Bezahlung mittels Münzgeld. Dieser Wandel setzte im 7. Jahrhundert v. u. Z. in Kleinasien ein. Unter König Alyattes von Lydia, einem Teil der heutigen Türkei, entstand 600 v. u. Z. die erste offizielle Währung, die dem Land Handelserfolge im Binnen- wie Außenhandel bescherte. Rasch eroberte das Münzgeld von dort aus Europa. Archäologische Funde bezeugen die weite Verbreitung von Münzen im Römischen Reich und in Griechenland. Münzen wurden von Herrschern zudem als Signum ihrer Macht genutzt, indem sie ihr Konterfei auf die Münzen prägen ließen und damit ihre Einflusssphäre markierten.

Mit dem Zerfall des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert wurden Währung und Münzgeld obsolet. Erst im Mittelalter keimte in Europa der Gebrauch von Münzgeld in Form des Talers wieder auf. Im Jahr 1871 schließlich erfolgte im Zuge der Gründung des Deutschen Reiches die Einführung der Mark, welche die unterschiedlichen Währungssysteme der deutschen Kleinstaaten ablöste.

Von Metall zu Papier: Die Entstehung von Banknoten

Banknoten sind heute so selbstverständlich wie Münzgeld und Karte. Ursprünglich diente Papiergeld als Ersatz für das schwere Münzgeld bei höheren Warenwerten. Erstmalig im 10. Jahrhundert in China, kam das Papiergeld Ende des 15. Jahrhunderts auch in Europa und hier zuerst in Spanien auf.

Im frühen 18. Jahrhundert fanden Banknoten Eingang in den französischen und den deutschen Markt, jedoch stieß das Papiergeld lange Zeit auf das Misstrauen der Menschen. Um diesem zu begegnen, erklärte Großbritannien 1833 als erstes Land Banknoten zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Ende des 19. Jahrhunderts folgte Deutschland diesem Beispiel – befeuert durch den 1. Weltkrieg, da man Münzbestände aufgrund des erhöhten Bedarfs an Metallen für die Rüstungsindustrie einschmelzen ließ.

Bargeldlos bezahlen: Die Anfänge immaterieller Zahlungsarten

Ein Blick nach Italien zeigt, dass Banken dort bereits im 14. Jahrhundert mit Buchgeld von Bankkunden arbeiteten, das ohne materielle Geldmittel verbucht und wieder abgehoben werden konnte. In Deutschland war es ab dem 19. Jahrhundert möglich, ohne Münzen oder Papiergeld zu bezahlen. Die Verwendung von Schecks und Überweisungsformularen blieb allerdings größeren Geschäftskunden vorbehalten. Im 20. Jahrhundert erfolgte schließlich der Siegeszug der Überweisung: So wurden Gehälter und Löhne ab den 1960er Jahren nicht mehr bar, sondern per Überweisung vom Arbeitgeber ausgezahlt.

Kartenzahlung: Wie bargeldloses Bezahlen unterwegs möglich wurde

Eine Erfindung, die das Bezahlen einschneidend veränderte, war die Kartenzahlung – sei es mit der girocard, also der zum Konto gehörenden Bankkarte, oder per Kreditkarte. Nachdem die ersten Kreditkarten in den 1950er Jahren zunächst die USA und dann die ganze Welt eroberten, führte Deutschland 1968 die Eurocheque-Karte als Garantie für den Eurocheque ein. Fortan revolutionierte in Deutschland die Eurocheque-Karte – „ec-Karte“ genannt – zusammen mit Eurocheques die Welt der finanziellen Transaktionen. Eine weitere, im Alltag bedeutsame Umwälzung ereignete sich Ende der 1970er Jahre –  von nun an konnten Privatpersonen selbstbestimmt Geld an Bankautomaten abheben.

Eine deutlichere Vereinfachung von Zahlungsprozessen trat 1990 ein: Jetzt konnten Deutsche in Supermärkten, Tankstellen und Geschäften komfortabel unter Eingabe der Geheimzahl (PIN) bezahlen. Das sichere Bezahlen mit Chip und PIN war geboren. Diese Entwicklung war der Beginn einer neuen Karriere. Seit 2007 ist die girocard gängige Bankkarte und wird von den Banken und Sparkassen in der Regel zu jedem Girokonto zur Verfügung gestellt. Seit 2011 hieß es dann „Chip und PIN only” sowohl beim Bezahlen als auch am Geldautomaten.

Heute verfügt die girocard über viele Funktionen, die früher undenkbar waren, z.B. kann man mit ihr fast überall auch kontaktlos bezahlen. Die Beliebtheit dieser modernen Bezahlvariante zeigt auch ein Blick auf den Status quo: 2020 wurde insgesamt 5,5 Milliarden Mal mit der girocard bezahlt, rund die Hälfte dieser Zahlungen wurde kontaktlos abgewickelt. Zum Ende des Jahres betrug der Anteil kontaktloser Zahlungen im girocard-System bereits 60 Prozent.

Ein Blick in die Zukunft des Bezahlens 

Mit der zunehmenden Fokussierung auf die Bedürfnisse von Nutzern und infolge technologischer Neuerungen erwarten uns zukünftig weitere Innovationen, die das Bezahlen neu definieren. Bargeldlos zu bezahlen, ist bereits heute üblich. Vor allem die kontaktlose Kartenzahlung erweist sich seit seiner Einführung als Beschleuniger, insbesondere im Kleinbetragssegment. Und auch das Bezahlen mit dem Smartphone wird so ermöglicht, zum Beispiel mit der digitalen girocard. Es ist davon auszugehen, dass dies in der Zukunft so üblich wird, wie es heute die Karten- oder die Barzahlung ist.

Artikel teilen