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Lehren aus dem Lockdown auf der Bits & Pretzels

Digitaler Wandel in zwei Wochen

Die Pandemie hat viele Unternehmen gezwungen, ihr Geschäftsmodell abrupt an die neue Realität der Arbeitswelt anzupassen. Bei einem von Slack veranstalteten Bits-&-Pretzels-Panel berichten Unternehmenslenker von Delivery Hero, Gympass und LeWagon, wie sie den Wandel erfolgreich meistern konnten.

Slack Bits & Pretzels

Ihre Ideen sind frisch, die Geschäftsmodelle noch jung, die Strukturen in den Unternehmen nicht zementiert - sind Start-ups und junge Unternehmen also von sich rasch veränderten Rahmenbedingungen wie der Corona-Pandemie besonders hart betroffen? Im Gegenteil - wenn sie die richtigen Entscheidungen treffen, sind sie in der Lage, sich in einer Geschwindigkeit anzupassen, die traditionellen Unternehmen und arrivierten Playern oft schwer fällt.

Slack Sigrid

Sigrid Dalberg-Krajewski

Director Global Corporate Communications,
Delivery Hero

In der Diskussionsrunde „Navigating the Disruption of Work – What traditional companies can learn from us” auf der virtuellen Gründerkonferenz Bits & Pretzels teilten neben Sigrid Dalberg-Krajewski, Director Global Corporate Communications beim Portal für Lieferdienste, Delivery Hero, auch Ralf Aigner, CEO des Corporate-Wellness-Anbieters Gympass und Sébastian Saunier, CTO und Co-Founder von Le Wagon ihre Erkenntnisse aus dem Lockdown. Diese Lehren können aus der Diskussion gewonnen werden:

1. Digitalisierung des Geschäftsmodells im Express-Tempo angehen

Gympass ist ein Unternehmen, das es Arbeitgebern ermöglicht, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Zugang zu einem weltweiten Netzwerk von Fitness- und Sporteinrichtungen zu geben. Mit der Schließung der Fitness-Studios weltweit wurde das Geschäftsmodell von Gympass massiv beeinträchtigt. Und das Business wurde daraufhin noch stärker digitalisiert. Online- und On-Demand-Kurse, persönliche Trainings und Videos der Lieblingstrainer – alles organisiert von einem Team, das sich selbst plötzlich nur noch auf Monitoren statt Fluren traf. Und dennoch eng zusammenarbeiten konnte: „Wir haben unser Geschäft in zwei Wochen auf ein digitales Modell umgestellt. Das war bereits auf unserer Roadmap, aber eher auf acht bis neun Monate angelegt.“ In dieser enorm stressigen Phase sei es wichtig gewesen, sich darauf zu besinnen, was die eigentliche Mission von Gympass sei. Und das sei in erster Linie, Unternehmen zu helfen, ihren Mitarbeitern einen gesünderen Lebensstil zu ermöglichen und aktiv zu bleiben.

Slack Ralf Aigner

Ralf Aigner

CEO Gympass

Ähnliche Herausforderungen musste Sébastian Saunier mit Le Wagon lösen. Das Unternehmen bietet in 25 Ländern „Bootcamps“ an, in denen die Teilnehmer Webentwicklung oder Data Science lernen können. Angesprochen werden nicht allein Spezialisten, sondern Menschen aus allen Sparten und Branchen, die technische Fähigkeiten erlernen wollen, um sie in ihrem Beruf anzuwenden, den Karrierepfad zu wechseln oder ein eigenes Startup zu gründen. Üblicherweise geschieht das in Kursen mit persönlicher Anwesenheit. „Wir bringen die Teilnehmer zusammen“, sagt Saunier. Da Le Wagon mehrere Campus in Asien betreibe, habe man früh die Entwicklung der Pandemie verfolgen können. Nach den ersten Schließungen in Asien konnte sich Le Wagon neu aufstellen und die Kurse online vollständig fortführen.

Das gilt in gleichem Maße für Delivery Hero, wie Dalberg-Krajewski erläuterte - und das ausgerechnet in einer Phase des Lockdowns, in der mehr Menschen Essen bestellen, da sie die Wohnung nicht verlassen konnten oder wollten. Der Wunsch, das Risiko einer Übertragung bei Bezahlung und Übergabe der Speisen auf ein Minimum zu bringen, erforderte zahlreiche Umstellungen, insbesondere bei der Bezahlung, da Bargeld die nach wie vor beliebteste Form war. Die Umstellung auf ein System mit kontaktlosen Lieferungen sowie elektronischer Zahlung als empfohlene Zahlungsmethode gelang in 45 Märkten binnen zwei Wochen.

Slack Disruption of Work

 

2. Kommunikation digitalisieren ist Schlüssel und Voraussetzung für die Transformation

Solche drastischen - und erfolgreichen - Umstellungen gelingen nur, wenn die interne Kommunikation flüssig und gut organisiert ist. Darin sind sich die drei Vertreter von Gympass, Delivery Hero und Le Wagon einig.

Intern, so Saunier, sei Le Wagon gut vorbereitet gewesen, da Remote-Work von Beginn an Teil der Unternehmenskultur gewesen sei. Allein das Engineering-Team sei auf fünf Städte verteilt und so war es von immensem Vorteil, dass Le Wagon schon Mitte 2014 auf Slack als Kommunikations-Tool gesetzt habe. „Als die Pandemie begann, hatten wir bereits eine Kommunikationskultur, die auf Remote-Work eingestellt ist. Es hat sich also kaum etwas geändert in der Art, wie wir arbeiten.“ Dennoch habe die Pandemie weitere Verfeinerungen erfordert und sogar die Entwicklung eines neuen Tools hervorgebracht.

Slack Sebastian Saunier

Sébastian Saunier

CTO & Co-Founder Le Wagon

3. Virtuell menschlich zusammenrücken über Slack und Zoom

Zusammenrücken, wenn sich niemand mehr treffen kann? Das geht, es sei sogar besser als vorher – das stellte Sigrid Dalberg-Krajewski, von Delivery Hero, zu ihrer eigenen Überraschung fest. „Wir sind dank dezentraler Standorte sehr verteilt und es war schade, dass wir uns nicht persönlich treffen konnten. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass wir auch die persönliche Nähe über Videotreffen verbessern konnten, weil wir öfter Kontakt hatten“, sagt Dalberg-Krajewski. Nur ein Ort der Begegnung, für den suche man in der virtuellen Welt noch einen passenden Ersatz: den kurzen Plausch in der Kaffeeküche, den sogenannten Watercooler-Chat.

Auch für die Kunden von Le Wagon ergaben sich innerhalb der Kurse völlig neue, positive Erfahrungen: Von den neun Wochen, die ein Kurs dauere, so Saunier, trafen sich die Teilnehmer sieben Wochen ausschließlich via Slack oder Zoom. Als in Paris die Regelungen gelockert wurden, waren die zwei finalen Wochen wieder mit Präsenz möglich. „Unsere große Erkenntnis ist: Die Zufriedenheit der Kunden war mit dem Onlineangebot fast genauso hoch wie mit dem Präsenzunterricht“. Aber vor Ort gemeinsam zu arbeiten werde weiterhin wichtig bleiben. Und sei es nur für einen Plausch am Kaffeeautomat.

Der Schlüssel zum Erfolg sei wie bei Gympass gewesen, alle Mitarbeiter und Kunden auf die Werte des Unternehmens einzuschwören – immer ein besonderes Erlebnis zu liefern von einem Unternehmen, das sich kümmert.

 

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