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NEUE WEGE IN DER KREBSMEDIZIN

Präzisionsonkologie zwischen Chancen und Herausforderungen

Unsere Gene sind entschlüsselt, der Weg ist geebnet: Der Fortschritt in der Onkologie, der modernen Krebsmedizin, ist groß. Während einige Tumorerkrankungen noch vor zehn Jahren kaum Perspektive boten, hat der verstärkte Einsatz von spezifischen Biomarkern und modernster Datenauswertung immense Fortschritte ermöglicht. Expert:innen sprechen von einer „Revolutionierung der gesamten Krebsmedizin“, die vielen Patient:innen Hoffnung geben kann.1

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Die Präzisionsmedizin schenkt vielen Menschen Hoffnung – und doch erschweren strukturelle Hindernisse den Weg. (Bild: Janssen-Cilag GmbH)
 

 

Diese „Krebsmedizin der Zukunft“ bedient sich modernster Analyse-, Diagnostik- und Therapieoptionen. Weiter vorangetrieben werden soll sie durch die strategische Zusammenarbeit aller Akteure des Gesundheitssystems. Schließlich – und da sind sich nahezu alle Beteiligten einig – braucht es die Schaffung neuer, bedarfsgerechter Studienregulatorien und einheitlicher struktureller Rahmenbedingungen. Das Ziel: die bürokratischen und organisatorischen Abläufe sollen neu definiert werden, damit Patient:innen in Deutschland flächendeckend die für sie individuell beste Therapie erhalten können.

Präzisionsonkologie: Eine große Chance

Die Präzisionsonkologie berücksichtigt die individuelle genetische Veranlagung der Patient:innen und hat großes Potenzial. Mittels intelligenter Datentechnologie ist es heute möglich, Prognosen darüber zu treffen, welche Therapien mit großer Wahrscheinlichkeit gut bei welchen Patient:innen wirken. Dadurch können Therapien gezielter eingesetzt und eine bessere Wirksamkeit als bisher erreicht werden. Patient:innen haben so die Chance, die für sie bestmögliche Behandlung zu erhalten und trotz einer Krebserkrankung möglichst rezidivfrei, also ohne Rückfälle, ein langes, gutes und selbstbestimmtes Leben führen zu können.

„Mit den zunehmend präziseren Therapien können wir den Krebs immer erfolgreicher bekämpfen und teilweise schon heute eine sogenannte funktionelle Heilung erreichen,“ hebt Dr. Ralf Angermund, Medizinischer Direktor Hämatologie und Solide Tumore bei Janssen Deutschland, hervor. Bei der „funktionellen Heilung“ hat sich der Krebs von einer lebensbedrohlichen zu einer chronischen Erkrankung entwickelt, der Patient bzw. die Patientin stirbt nicht mehr daran. Das forschende Pharmaunternehmen Janssen ist seit über 30 Jahren in der Erforschung von Therapieansätzen in der Krebsmedizin aktiv und kennt die Chancen, aber auch die Hürden, denen sich die Präzisionsmedizin, gegenübersieht.

Herausforderung: Rahmenbedingungen anpassen, um allen Patient:innen Zugang zu modernen Therapien zu gewährleisten

Worum es bei den Hürden konkret geht, skizziert das Magazin FORUM der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. unter dem Titel „Personalisierte Onkologie: Zwischen Vision und Machbarkeit“.1 Dabei werden anschaulich die Herausforderungen, die trotz der großen Fortschritte der vergangenen Jahre bestehen, aufgezeigt: So ist es etwa aufgrund der hohen Anforderungen an Labortechnologien, Biometrie und Bildgebung bisher nicht möglich, Angebote der Präzisionsdiagnostik deutschlandweit zur Verfügung zu stellen und damit allen Patient:innen unabhängig von ihrem Wohnort zugänglich zu machen.

Immer wieder wird der Ruf nach einer stärkeren Vernetzung von onkologischen Fachzentren und spezialisierten Ärzt:innen laut: „Um flächendeckend eine sachgerechte Patientenversorgung zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit in Netzwerken, in welchen technisch und fachlich hoch qualifizierte Krebszentren eine führende Gestaltungsrolle übernehmen, deshalb eine absehbare und notwendige Entwicklung“, schreibt dazu das Magazin FORUM.1

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Präzisionsmedizinische Ansätze benötigen umfassende Daten. (Bild: Janssen-Cilag GmbH)
 

 

Eng mit dem Netzwerk-Thema verknüpft ist auch der Bereich strukturierte Datenerfassung und der Austausch von sicher vernetzten Daten, den es für präzisionsmedizinische Ansätze braucht. „Viele haben zum Beispiel noch nicht verstanden, dass wir Daten teilen müssen“, zitiert die Ärzte Zeitung Professor Michael Baumann, Direktor des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg aus seinem Vortrag im Rahmen des Deutschen Krebskongresses, der im Februar in Berlin stattfand.2 Baumann kritisierte die zersplitterte Forschungslandschaft in Deutschland.

Dabei kommt die geballte Forschungsinitiative in onkologischen Spitzenzentren vielen zugute – etwa durch Kooperationen mit Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren.

Auch in der Bevölkerung bestehen häufig Ängste, Daten könnten missbräuchlich verwertet werden. Hier gilt es wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten, damit Patient:innen verstehen können, wie ihre Daten sicher eingesetzt werden und wie sie durch eine passgenaue Therapie davon profitieren. Schließlich haben Daten nicht nur im Hinblick auf die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel ein hohes Potenzial die Versorgung von Krebspatient:innen zu verbessern. Sie können vielmehr auch hinsichtlich präziser Diagnose sowie der Auswahl der für die Patient:innen individuell beste Therapie eine entscheidende Rolle spielen.

„Wir haben mittlerweile extrem gute Möglichkeiten Daten zu schützen. Trotzdem hat die Öffentlichkeit das Gefühl, dass im Prinzip jeder auf diese medizinischen Daten zugreifen kann, wenn sie einmal teilbar gemacht wurden. Deshalb wird es in den nächsten Jahren eine große Aufgabe sein zu zeigen, dass es möglich ist, medizinische Daten sicher zu vernetzen, ohne dass dem Individuum dabei Schaden entsteht“, erklärt Dr. med. Benedikt Westphalen, Ärztlicher Leiter der Präzisionsonkologie des Krebszentrums CCC der LMU München, im Interview mit dem Ärztlichen Journal.3

Neue Studiendesigns für die schnellere Entwicklung wirksamer Substanzen

Auch klinische Studien, die für die Zulassung neuer Medikamente unerlässlich sind, stehen aufgrund der starken Individualisierung von Präzisionsmedizin und entsprechend kleineren Fallgruppen vor einer großen Herausforderung. Schließlich gilt: Je individueller die Therapie, desto schwieriger ist die Vergleichbarkeit.

Neue Studiendesigns, die Patientengruppen aufgrund ihrer genetischen Spezifika stärker selektieren und clustern, zielen auf eine effektive und rasche Beurteilung neuer Wirkmechanismen und somit einen schnelleren Einsatz wirksamer Substanzen in der Praxis ab.4

Präzisionsonkologie: enge Kooperation aller Beteiligten ist der Schlüssel, um geeignete Voraussetzungen zu schaffen

Über die besondere Verantwortung der Pharmaindustrie nicht nur bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, sondern auch im Hinblick auf eine grundsätzliche Weiterentwicklung und Mitgestaltung des Gesundheitssystems sprach kürzlich Dr. Christoph Bug, Medizinischer Direktor und Mitglied der Geschäftsführung von Janssen Deutschland.5 Der Spagat zwischen der Präzisionsonkologie und entsprechend kleinen Fallgruppen auf der einen und der komplexen Regulatorik und Logistik klinischer Studien auf der anderen Seite stellt einige Hürden für die Versorgung dar. Hürden, deren Bewältigung Zeit kostet – Zeit, die Patient:innen mit Tumorerkrankungen oft nicht haben, bevor sie Zugang zu einer Behandlung bekommen.

Bug betont dabei wie wichtig es sei die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Innovationen auch zukünftig frühzeitig ins System und damit zu den Patienten gelangen – und nicht durch überholte Methoden und Strukturen ausgebremst werden.5 Möglich ist das laut Bug nur durch eine enge Kooperation aller beteiligten Akteure des Gesundheitssystems.

Vielleicht hat auch die aktuelle Ausnahmesituation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir in den vergangenen Monaten im Gesundheitssystem beobachtet haben, eine positive Katalysatorenwirkung auf den Abbau von Hürden in der modernen Krebsmedizin. Für tausende Patient:innen wäre das ein wichtiger Schritt.

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Quellen:

1 „Personalisierte Onkologie: Zwischen Vision und Machbarkeit“, F. Lordick in FORM 03/2017: https://www.krebsgesellschaft.de/deutsche-krebsgesellschaft-wtrl/deutsche-krebsgesellschaft/publikationen/forum-2017.html, Abruf am 15.10.2020

2 „Krebsforscher: Wir müssen Daten teilen“, A. Fricke: https://www.aerztezeitung.de/Politik/Krebsforscher-Wir-muessen-Daten-teilen-406923.html, Abruf am 15.10.2020

3 „Onkologie: Ohne Big Data geht es nicht“: https://www.aerztliches-journal.de/medizin/onkologie/digitale-medizin/onkologie-ohne-big-data-geht-es-nicht/1f462411561d63ecdb7561d453fbe773/, Abruf am 15.10.2020

„Neue Konzepte für klinische Studien in der Onkologie“, S. Ochsenreither und F. Lordick: https://link.springer.com/article/10.1007/s12312-016-0039-3,Abruf am 15.10.2020

5„Über Herausforderungen in Bedarfe der Krebsmedizin“: https://www.faz.net/asv/zukunft-der-krebsmedizin-2020/ueber-herausforderungen-und-bedarfe-der-krebsmedizin-16816195.html, Abruf am 15.10.2020

 

Janssen-Cilag GmbH, EM-42094

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